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Filariosis oder Herzwurmkrankheit |
Filariosis ist eine Hundekrankheit, die sehr schlimm werden kann. Ihre Ursache ist ein Parasit vom Typus der Nematoden (Fadenwürmer) namens Dirofilaria inmitis und allgemein als Filarie bekannt. Er lebt im Herz und in den der Lunge angrenzenden grossen Blutgefässen. Ein Hund kann von einem oder von hunderten von erwachsenen Fadenwürmern befallen werden, die eine Länge von 15 - 35 cm erreichen können. Diese Verseuchung gilt, was die Gesundheit der Hunde anbelangt, als eines der grössten Probleme des Kanarischen Archipels. Auch in Valencia, Murcia und Andalusien kommt diese Krankheit vor. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist sie eine Seuche grössten Ausmaßes und hat sich in den letzten zwanzig Jahren rasch verbreitet. Obwohl es sich hauptsächlich um eine Hundekrankheit handelt, so kann dieser Parasit auch Katzen, Frettchen, Füchse, Kojoten und Wölfe befallen.
BIOLOGISCHER ZYKLUS:
Die Filariosis wird von einem Hund auf den anderen nur durch bestimmte Moskitoarten (Stechmücken) übertragen. Der weibliche Fadenwurm setzt Embryonen, Mikrofilarien genannt, im Blut ab. Die Stechmücke wird beim Einsaugen dieser Mikrofilarie angesteckt, wenn sie sich vom Blut eines verseuchten Hundes nährt. Während der folgenden 10 - 15 Tagen verwandelt sich die Mikrofilarie zweimal in der Stechmücke, bis sie die infektiöse Larvenphase erreicht. Wenn die Stechmücke nun erneut Blut saugt, dringt die Larve durch den Mückenstich in den Körper des Hundes ein. Die Larve braucht ungefähr 6 Monate, um in die Lungenarterien zu wandern, ihre Geschlechtsreife zu erlangen und Mikrofilarien im Blut abzulagern. Da die Übertragung dieser Krankheit ausschließlich von Moskitos abhängig ist, tritt sie häufiger und stärker dort auf, wo Hunde in grossen Mengen verseuchten Stechmücken ausgesetzt sind.
PATHOLOGIE:
Die Filarienkrankheit verursacht Schäden in den Lungenarterien. Schliesslich kann sie auch Herz, Leber und sogar die Nieren angreifen. Ein Großteil des Schadens entsteht bereits schon, bevor die Krankheitssymptome auftreten, und wenn diese Anzeichen erst einmal erscheinen, dann ist die Krankheit bereits schwer zu heilen. Im fortgeschrittenen Stadium reduzieren sich die Chancen einer vollständigen Genesung, auch wenn durch die Behandlung alle erwachsenen Fadenwürmer aus dem Herz eliminiert werden.
VERSEUCHUNGS-SYMPTOME:
Manche Hunde, vor allem junge Tiere, die nur an leichter sich erst unlängst zugezogener Verseuchung leiden, weisen keine Anzeichen dieser Krankheit auf. Ein Hund, der schon längere Zeit an Filariosis leidet, kann Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und chronischen Husten aufweisen, ermüdet schnell bei körperlicher Bewegung und kann während oder nach der körperlichen Anstrengung aufgrund von Herzinsuffizienz sogar ohnmächtig werden. Die Herzinsuffizienz ist am Schwellbauch (Aszites) zu erkennen, was auf einen Flüssigkeitsstau im Unterleib zurückzuführen ist. Bei manchen stark verseuchten Hunden erscheint das sogenannte ,,Hohlvenen-Syndrom", das meistens tödlich verläuft. Durch eine grosse Anzahl von Fadenwürmern wird die Öffnung der Klappe zwischen der rechten Herzkammer und der Hohlvene verstopft, die das Blut zum Herz zurückführt. Ein Hund in diesem Stadium leidet plötzlich an Schwäche, wird lustlos und verliert den Appetit. Der Harn färbt sich dunkelbraun und das Tier leidet an Anämie und Gelbsucht. Leber und Nieren sind dann derart angegriffen, dass, falls die Fadenwürmer nicht auf chirurgischem Weg entfernt werden, der Hund innerhalb von 24 - 72 Stunden stirbt.
DIAGNOSE:
Normalerweise kann ihr Tierarzt die Verseuchung durch Vorfinden von Mikrofilarien bei der Blutuntersuchung feststellen. Manche Hunde jedoch haben erwachsene Filarien, ohne dass Mikrofilarien im Blut enthalten sind. Diese Art von Verseuchung wird ,,verborgene Filariosis" genannt und ist etwas schwieriger zu diagnostizieren, obwohl sie heutzutage anhand der Immunproben möglich ist. Für diese Tests wird etwas Blut entnommen, dass auf das Vorhandensein von Antigenen untersucht wird, dies sind von den Filarien ausgeschiedene Substanzen. Röntgenaufnahmen des Thorax helfen ebenfalls, eine verborgene Filariosis zu entdecken, da sie krankhafte röntgenographische Veränderungen von Herz / Lunge aufweisen können.
BEHANDLUNG:
Alle Fälle von Filariosis, mit Ausnahme der allerschwersten, können erfolgreich behandelt werden.
Grundsätzlich gibt es drei Behandlungsstufen:
1. Die erste Phase besteht aus einem Gesamtbild des Gesundheitszustandes: komplette Krankengeschichte des Hundes, Untersuchung, Ana1ysen, Röntgenaufnahmen des Thorax und EKG.
2. Anschließend werden die erwachsenen Fadenwürmer entfernt, denn sie sind die eigentliche Krankheitsursache. Dem Hund werden zwei Tage lang intravenöse Spritzen verabreicht. Während des Aufenthalts in der Tierklinik wird das Tier sorgfältig beobachtet, um etwaige negative Reaktionen feststellen zu können. Nach Verlassen der Tierklinik muss die Bewegungsfreiheit des Hundes mehrere Wochen lang eingeschränkt werden, um zu vermeiden, dass die bereits toten Filarien der Lunge schweren Schaden zufügen könnten. In manchen Fällen kann diese Behandlungsphase nicht durchgeführt werden, wenn der Gesundheitszustand des Tieres es nicht gestattet, und es muss eine gewisse Zeit abgewartet werden, bis das Tier sich etwas erholt hat.
3. Die Endphase der Behandlung besteht aus Verabreichung von Medikamenten zur Ausscheidung der Mikrofilarien. Dies geschieht 3 - 4 Wochen später, nach der Behandlung gegen die erwachsenen Fadenwürmer. Wenn dann keine Mikrofilarien mehr im Blut vorzufinden sind und der Test negativ ausfällt, kann man bei dem Tier mit der vorbeugenden Behandlung beginnen.
Hunde, die Symptome von fortgeschrittener Filariosis aufweisen, und besonders solche Tiere, die an Herzinsuffizienz leiden, gehen das Risiko ein, dass nach der Behandlung gegen die erwachsenen Fadenwürmer Komplikationen auftreten könnten. Die am Hohlvenen-Syndrom leidenden Tiere müssen sofort einem chirurgischen Eingriff unterzogen werden, dem anschließend dann die übliche Chemotherapie folgt. Der Tierarzt kann das Risiko bewerten und die zweckmässigste Behandlung bestimmen.
VORBEUGUNG:
Die Vorbeugungsmassnahmen sollten überall dort eingesetzt werden, wo die Krankheit häufig vorkommt, d. h. endemisch ist und die Hunde den Moskitos ausgesetzt sind. Zuvor muss das Tier jedoch auf evtl. bereits existierende Verseuchung untersucht werden. Sollte dies der Fall sein, dann ist eine Behandlung gegen die Filarien und Mikriofilarien durchzuziehen bevor man mit der vorbeugenden Therapie beginnt.
MONATLICHE VORBEUGUNGS-MEDIKATION:
Das modernste Schutzverfahren gegen Filariosis besteht aus der monatlichen Verabreichung von IVERMECTINA oder MELBEMYCIN-Produkten, die speziell für Hunde gedacht sind. Sie befinden sich als normale oder kaubare Tabletten auf dem Markt, und zwar in verschiedenen, dem Gewicht des Tieres entsprechenden Grössen. Die vorbeugende Arznei verabreicht man innerhalb desselben Monats, nachdem der Hund den Moskitos ausgesetzt gewesen ist. Und anschliessend dann einmal monatlich, die ganze Zeit über, solange das Tier mit Stechmücken in Berührung kommt. Die letzte Dosis gibt man dann einen Monat später, nachdem die Stechmückenzeit vorbei ist. In Gebieten, wo es das ganze Jahr über Moskitos gibt, wie zum Beispiel hier auf den Kanarischen Inseln, macht man die Behandlung einmal im Monat das ganze Leben lang. Es empfiehlt sich, bei jedem Hund, der älter als sechs Monate ist, vor Beginn der Schutzbehandlung den Filarien-Test zu machen. Im Fall einer bereits bestehenden Verseuchung kann die vorbeugende Behandlung mit irgendeinem der erwähnten Medikamente 3 - 4 Wochen nach Beendigung der Filarien-Behandlung begonnen werden. Die Schutzmaßnahmen zur Krankheitsverhütung müssen einmal monatlich auf unbegrenzte Zeit weitergeführt werden.
JÄHRLICHE UNTERSUCHUNG:
Es ist ratsam, die unter Schutzmedikation stehenden Tiere vorsichtshalber erneut auf evtl. im Blut vorhandene Mikrofilarien untersuchen zu lassen. In Gegenden, wo die Filariosis jahreszeitlich bedingt ist, soll dies vor Beginn der vorbeugenden Behandlung (Frühjahr) geschehen. Bei Hunden, die das ganze Jahr über vorbeugend behandelt werden, ist eine jährliche Untersuchung empfehlenswert, falls der Verdacht besteht, die Schutzmaßnahmen hätten vielleicht versagen können.
ZUSAMMENFASSUNG:
Die Filariosis ist eine heimtückische und komplizierte Krankheit. Auch wenn wir versucht haben, hier eine allgemeine Information zu geben, so existieren doch zahlreiche individuelle Varianten im Verlauf der Entwicklung dieser Krankheit. Der Tierarzt wird die speziellen Bedürfnisse des Hundes beurteilen können.
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Fernando Ortego Patricia Maciel Clinica Veterinaria La Paz Puerto de la Cruz |
http://www.vip-canarias.com/vetlapaz/04.htm
Aus: Teneriffa Journal, No. 74, März/April 1998, Seite 20 / -filariosis
Lebenszyklus der Kokzidien. klick

Gerade Durchfall kann für Fretten verehrende Folgen haben, wenn die Dosenöffner eine Krankheit nicht
rechtzeitig erkennen. Es ist ja
nur Durchfall!
Sollte bei den Fretten der Durchfall länger als 2 - 3 Tage anhalten sollte auf jeden Fall eine Kotuntersuchung
durch einen Tierarzt erfolgen. Vor allem sollte der Kot dünn und zusätzlich noch grün/gelb schleimig oder
blutig sein könnte es sich um Bakterien/Viren handeln. Fretten magern innerhalb weniger Tage schrecklich
ab und drohen auszutrocknen. Hier hilft nur sofort handeln!
Die Kokzidiose ist weltweit verbreitet. Der Erreger parasitisiert in einer Vielzahl von Tierarten wie
beispielsweise Säugetieren (Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten etc.), Vögeln und Reptilien.
Die Erreger sind jedoch recht artspezifisch, so dass beispielsweise von einer Kokzidiose des Kaninchens keine
Gefahr für den Menschen ausgeht! (Es gibt jedoch auch spezialisierte Kokzidien, die den Menschen befallen!).
Da diese Parasiten in großer Vielzahl vorkommen und sehr unterschiedliche Lebenszyklen aufweisen, soll nur
das allerwichtigste an dieser Stelle beschrieben werden. Leichte Infektionen verlaufen symptomlos. Nach
massiver Ansteckung erkranken vor allem Jungtiere. Bei den Fleischfressern (Hund und Katze) wird
überwiegend der Darm (sowohl Dünndarm als auch Dickdarm) parasitisiert. Der Kot wird dünnbreiig oder
wässrig, selten blutig. Fieber und Appetitlosigkeit mit Abmagerung des Tieres und Todesfolge sind möglich.
Die Erstinfektion hinterlässt im Allgemeinen eine gute Immunität, die sogar die Ausscheidung der Eier
verhindern kann.
Kokzidiose tritt gar nicht so selten
auf. Sie wird verursacht durch einzellige Lebewesen
die Kokzidien, die
Tiere mit dem Futter aufnehmen können. Sie kommen auch auf bestem Futter vor! Gegen eine Infektion
sind die Tiere also nie ganz gefeit.
Anzeichen Fressunlust,
Durchfall glanzloses Fell.
Ursachen: Kokzidien im Futter, die
sich nach einmaligem Einschleppen auch überall sonst
in der Umgebung
befinden können.
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Giardiose (Giardia lamblia) Tierklinik
Giardien gehören wie die Kokzidien zu den Protozoen, d.h. sie sind tierische Einzeller. Der Erreger der
Giardiasis ist der Einzeller Giardia lamblia, der hauptsächlich durch das Trinken von fäkal verunreinigtem
Wasser übertragen wird. Nach der Ansteckung vermehren sich die Parasiten im Darm sehr schnell, was zu
einer Schädigung der Darmschleimhaut und damit zu Durchfall führt. Die Giardien kommen in einer aktiven
Form (Trophozoid) und einer ruhenden Form (Zyste) vor. Eine Infektion wird schon durch die Aufnahme von
nur zehn Zysten ausgelöst, wogegen die aktiven Formen nicht infektiös sind. Die Zysten werden mit dem Kot
abgegeben und können auch bei Kälte und Feuchtigkeit monatelang überleben. In Gebieten mit schlechten
hygienischen Verhältnissen ist das Ansteckungsrisiko deshalb recht groß. Giardia lamblia ist weltweit
verbreitet, kommt aber besonders häufig in südlichen Ländern vor.
Giardien sind die zweithäufigsten Magen-Darm Parasiten, die u.a. bei Hund, Katze aber auch beim Mensch
vorkommen können. Wenn Ihr Tier unter hartnäckigem, schleimigen, gelblichen manchmal auch blutigem
Durchfall leidet, evtl. verbunden mit Erbrechen und Fieber, sollte unbedingt eine Kotprobe auf Giardien
untersucht werden. Ein Befall mit Giardien muss auf jeden Fall mit Medikamenten behandelt werden.
Wirkstoffe gegen Giardien sind Albendazol, Metronidazol und Fenbendazol. Oft ist eine mehrmalige
Behandlung (z.B. mit Panacur) notwendig. Wenn weitere Tiere im Haushalt leben, sollten alle Tiere
prophylaktisch mitbehandelt werden, da die Ansteckungsgefahr sehr groß ist. Neben der Gabe von
Medikamenten ist auch die Hygiene sehr wichtig. Ohne Hygienemaßnahmen sind die Giardien nur sehr
schwer in den Griff zu bekommen. Giardien zählen zu den Zoonosen, sie sind also auch auf den Menschen
übertragbar, am häufigsten ist jedoch ist die Ansteckung.
Die Giardien besitzen eine Art Saugnapf mit welchem sie sich an der Darmwand ihres Wirtes festhalten
können. Deutlich sichtbar sind die bleibenden Abdrücke im Darm, wenn sich die Giardien wieder ablösen.
Von Mensch zu Mensch und von Hund zu Hund.
Viele Tiere beherbergen Giardien im Darm, ohne erkennbare Krankheitsanzeichen. Der Erreger lebt dann
häufig unbemerkt im Dünndarm. Es gibt auch Tiere, welche die Giardien nicht zu eliminieren vermögen.
Obwohl es Medikamente gegen die Giardien gibt, hilft bei diesen Tieren die Therapie oftmals nur kurzfristig
und die Erreger treten schon bald wieder auf. Da es aber wichtig ist, die Ausscheidung der Parasiten
möglichst gering zu halten, müssen die Tiere regelmäßig behandelt werden. Es kann auch vorkommen, dass
sich Giardien während einer Behandlung im Gallengang verstecken und für das Medikament nicht
zugänglich sind. Es handelt sich dabei um so genannte Dauerausscheider. In diesen Fällen wird es notwendig
sein, die Behandlung in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.
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Staupe - die Krankheit: klick
Staupe (Canine Distemper/Carré-Krankheit) ist eine virale Infektionserkrankung, die bei verschiedenen Fleischfressern (Hundeartige, Marderartige, Großkatzen u.a.) auftritt. Frettchen sind besonders empfänglich für das Staupevirus und vor allem bei Jungtieren kann die Erkrankung dramatisch und mit hohen Verlusten verlaufen.
Staupe - der Erreger:
Das Staupevirus (canine distemper Virus, CDV) ist ein Morbillivirus, das zur Familie der Paramyxoviren zählt. Die Ansteckung erfolgt über Mund- oder -Nasenschleimhäute durch Sekrete und Exkrete kranker Tiere oder auch klinisch gesunder Virus Ausscheider. Eine Übertragung durch Hände, Kleider oder Gegenstände ist ebenfalls möglich, so dass auch in der Wohnung gehalten Frettchen nicht vor einer Ansteckung geschützt sind. Zunehmende Impfmüdigkeit und Importe ungeimpfter Hunde aus dem Ausland führen in letzter Zeit zu einem Anstieg der Staupeerkrankungen bei Hunden, so dass es auch vermehrt zu Infektionen bei Frettchen kommt.
Staupe - die Symptome:
Bei Frettchen werden vor allem die kataarhalische und die nervöse Form gesehen. Die schwere kataarhalische betrifft den Atmungsapparat und den Verdauungstrakt: durch eitrigen Ausfluss verklebten Augen und Nasenlöcher, am Kinn, im Beriech des Anus und in der Leistengegend treten wunde Stellen auf. Die Frettchen haben hohes Fieber, das aber oft nicht erkannt wird. als Folge einer Lungenetzündung kommt es zu Husten und Atembeschwerden. Die Frettchen fressen weniger oder gar nicht mehr, was zu Abmagerung und Austrocknung führt. Erbrechen und Durchfall können das Krankheitsgeschehen beschleunigen. Bei längerem Krankheitsverlauf treten Verhornungsstörungen im Ballen und Nasenspiegelbereich auf. Entzündungen im Nervensystem führen zur nervösen Form der Staupe: Speichel, Krämpfe, Anfälle, Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen sowie komatöse Zustände können die Folge sein. Dise Form kann, vor allem bei Jungtieren, so rasant verlaufen, dass am Vortag noch gesund wirkende Frettchen am nächsten Morgen Tot im Käfig liegen.
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Tollwut: klick
Tollwut wird durch Infektion mit Rhabdiviren verursacht und verläuft fast immer tödlich. Die flächendeckende Köderimpfung der Fuchspopulation konnte die Wildtollwut in Deutschland stark zurückdrängen, so das heute nur noch wenige, bis zur Zeit gar keine Fälle, auftreten. Sollte sich jedoch ein Frettchen mit Tollwut infizieren, muss es getötet werden, da eine Infektionsgefahr für den Menschen besteht. Geimpft werden sollten jedoch Jagd Frettchen oder in Freigehege gehaltene Tiere., die eventuell Kontakt zu Wildtieren haben könnten. Ach bei Reisen ins Ausland ist für Frettchen, entsprechend den Regelungen für Hunde und Katzen, der Nachweis über die Impfung gegen Tollwut vorzulegen. Hier gilt ebenfalls, dass nur die für das Frettchen zugelassenen Einzelimpfstoffe verwendet werden dürfen.
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Leptospirose: klick
Die Leptospirose gehört wie die Tollwut zu den Zoonosen, das heißt sie kann vom Tier (Ratte, Hund usw.) auf den Menschen übertragen werden und dort eine Erkrankung bewirken. Heutzutage werden jedoch fast alle Infektionen mit Leptospirose auf den Kontakt mit Ratten Urin - verseuchten Gewässern zurückgeführt. Betroffen sind meist Hunde die gerne schwimmen gehen, ebenso wie Wassersportler, Angler und Kanalarbeiter. Leptospirose - Infektionen beim Frettchen treten eigentlich nur auf, wenn die Tiere zur Ratten - oder Mäuse - Jagd verwendet werden. Ein für Frettchen auf Wirksamkeit beprüfter und zugelassener Impfstoff ist nicht vorhanden. Ob für Hunde zugelassene Impfstoffe gegen Leptospirose schützen können ist nicht bekannt.
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Hepatitis contagiosa canis: klick
Die ansteckende Leberentzündung der Hunde konnte in Deutschland durch Impfungen fast vollständig zurückgedrängt werden. Frettchen sind für diese Krankheit, das heißt für die Infektion mit canenen Adenoviren nicht empfänglich, daher ist eine Impfung unnötig.
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Parvovirose: klick
(Aleutenkrankheit der Nerze - Katzenseuche/Panleukopenie)
Die Aleutenkrankheit der Nerze wird durch Parvoviren hervorgerufen und von Nerzen oder latent erkrankten Frettchen übertragen. In seltenen Fällen können Frettchen klinisch erkranken, allerdings ist es weder bei Nerzen noch bei Frettchen möglich, gegen die Aleutenkrankheit zu immunisieren. Die Erreger der Nerzenteritis, ebenfalls Parvoviren, weisen eine sehr große Ähnlichkeit mit felinen Parvoviren auf, so das in Fachkreisen diskutiert wird, ob es sich hier eventuell um ein und dasselbe Virus handeln könnte. Frettchen sind für diese Erkrankung jedoch nicht empfänglich. Nur gelegentlich wurden intrauterine Infektionen vermutet, die Missbildungen bei ungeborenen Tieren hervorrufen können. Die typische Parvovirose mit starkem Durchfall und Erbrechen, wie sie vor allem bei Hunde - und Katzen - Welpen auftritt, wird bei Frettchen nicht beschrieben. Ob überhaupt eine Empfänglichkeit und damit die Notwendigkeit zur Impfung besteht ist unklar.
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Botulismus: klick
Botulismus wird durch die Toxine (Giftstoffe) des Bakteriums Clostridium botulinum verursacht. Diese entstehen nur unter Luftabschluss, beispielsweise in Kadavern. Die Aufnahme der Toxine führt zu Lähmungen der gesamten Muskulatur, bis schließlich der Tot durch Atemversagen eintritt. Therapieversuche endeten meist erfolglos. Bei Nerzen kam es in der Vergangenheit durch Verfütterung unzureichend erhitzter Fleischabfälle des Öfteren zu Vergiftungen mit Botulinum - Toxin vom Typ C, daher steht hier ein Impfstoff zur Verfügung. Frettchen sind gegen Botulismus ebenfalls sehr empfindlich, so dass zu einer sehr guten Hygiene bei der Fütterung geraten wird.
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Hämorrhagische Pneumonie: klick
Bei Nerzen wurden häufig Infektionen mit Pseudomonas aeruginosa beobachtet. Diese Bakterien findet man oft in Fisch- und Fleischabfällen, sie können jedoch auch Wasser kontaminieren. Die für Nerze gefährlichen Subtypen bewirken schwerwiegende Lungenetzündungen, die aufgrund von Antibiotikaresistenzen kaum zu therapieren sind. Wie im Falle das Botulismus gibt es auch hier einen Impfstoff, der gegen die wichtigsten Subtypen schützt. Frettchen können über Fleischreste oder verunreinigtes Trinkwasser ebenfalls mit diesen Pseudomonaden infiziert werden und schwer erkranken, so dass auch hier auf die Fütterungshygiene geachtet werden sollte.
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Heimtierkrankheit, Aleutenkranheit & mehr: klick
Etwas kurzes zum "langwierigen" Thema FIP
Was ist FIP?
FIP ist eine meist tödlich verlaufende Katzenkrankheit, welche erst seit knapp 40 Jahren bekannt ist. FIP hat eine weltweite Verbreitung und befällt sowohl alle Hauskatzen, wie auch alle Wild- und Großkatzen. Mindestens 6% aller Katzen bis zum Alter von 3 Jahren sterben an FIP, nach diesem Alter sind Todesfälle an dieser Krankheit selten, sie steigen aber bei Katzen über 12 Jahren wieder an.
FIP kann beim lebenden,
kranken Tier meistens nur auf "Verdacht" hin diagnostiziert werden, da das Krankheitsbild sehr vielfältig ist. Deshalb ist hier eine Fehldiagnosenquote bei fast 30% anzusetzen. Diese Krankheit kann sogar beim toten Tier nicht immer mit Sicherheit diagnostiziert werden. Ein gesundes Tier hat nie eine FIP und ist auch kein "Träger" von FIP!Wie kommt es, dass eine Katze an FIP erkrankt?
FIP entsteht durch eine Mutation des "Felinen Coronavirus
". Bis 95% aller Katzen tragen ein Coronavirus in sich, welches harmlos ist. FIP entsteht nur, wenn dieses Virus, welches in fast jeder Katze vorkommt, in dieser zu einer Krankheit auslösender Variante mutiert. Diese mutierte Coronavirus-Variante, welche der Verursacher ist, dass die Katze an FIP erkrank, ist nicht ansteckend. Allerdings ist das "normale", noch nicht mutierte Coronavirus ansteckend, wobei es keine Möglichkeit gibt, zu verhindern, dass sich eine Katze mit diesem Virus anstecken kann. Die Übertragung geschieht nicht nur von Katze zu Katze direkt, sondern auch über den Mensch, über Hunde und andere Tiere.Es hat in den letzten Jahren ausführliche Forschungsarbeiten gegeben, um eine Möglichkeit zu finden, dass sich Katzen mit dem "harmlosen" Coronavirus anstecken können, wie z.B. frühes trennen der Jungtiere von der Mutter und getrennte Aufzucht unter sterilen Bedingungen, usw. Dabei hat es sich gezeigt, dass es nicht einmal unter sterilsten Laborbedingungen möglich ist, Katzen frei von Coronaviren zu halten. Es gehört also bei Katzen dazu, dass diese irgend wann in ihrem Leben mit dem Coronavirus in Kontakt kommen.
Die Ursachen, weshalb das in der Katze befindliche Coronavirus in die krankmachende Variante mutiert, ist vor allem eine Überbeanspruchung des Immunsystems der Katze!
Ursachen für diese Überbeanspruchung sind u.a.;andere, auch leichte Erkrankungen der Katze, welche oft unbemerkt verlaufen können.
Stress durch falsche Haltung, wie z.B. in einer größeren Katzengruppe, welche nicht harmoniert, oder mit einzelnen anderen Katzen, wenn das Zusammenleben nicht harmonisch ist, oder auch bei lärmenden Kindern, bei falsche Fütterung oder generell nicht ganz katzengerechter Haltung.
genetische Faktoren, wie Inzucht und andere Ursachen, welche das Immunsystem schwächen.
Stress durch Umzug, Transport, tierärztliche Behandlungen, Impfungen, usw.
Viele andere Ursachen, welche für die Katze Stress bedeutet.
Wenn das in der Katze befindliche Coronavirus zu der krankheitsauslösenden Variante mutiert, erkrankt und stirbt die Katze innerhalb von 3 Tagen bis maximal 4 Monaten an FIP.
Behandlungen, Tests oder Impfungen gegen FIP ?
Gegen FIP, gibt es keine Behandlung, denn eine FIP hat die Katze erst, wenn sie auch erkrankt ist. Diese Krankheit verläuft fast immer tödlich. Allerdings sind andere, im gleiche Haushalt lebende Katzen, durch die an FIP erkrankte Katze nicht gefährdeter, diese Krankheit zu bekommen als zuvor. Diese Katzen erkranken höchstens auch dann an FIP, wenn sie den gleichen, das Immunsystem schwächenden Faktoren, auch ausgesetzt sind.
Es gibt auch keinen Test auf FIP, denn eine Katze hat erst eine FIP, wenn sie auch erkrankt ist. Es gibt zwar einen Bluttest für Nachweise auf den Coronavirus, den fast alle Katzen in sich tragen. Dieser Test hat aber bei einer gesunden Katze, absolut keine Aussagekraft und wird nur noch von unseriös Tierärzten, welchen es mehr um einen Gewinn durch einen unnützen Test, als um die Aufklärung der Katzenbesitzer geht, angewendet, oder von Züchter, welche sich über die neusten Forschungen bei diese Krankheit nicht orientiert haben, oder versuchen die Käufer zu täuschen. Bei rund 40% der Katzen, welche nachweislich an FIP erkrankt sind, lässt sich sogar der Coronavirustiter im Blut nicht Nachweisen, diese wären also "FIP- negativ" nach diesen Tests!
Vor rund 10 Jahren wurde eine Impfung gegen FIP auf den Markt gebracht. Diese Impfung ist ziemlich sicher vollkommen wirkungslos, wie verschiedene wissenschaftliche Versuche ergeben haben. Es ist zur Zeit sogar fragwürdig, ob diese Impfung nicht sogar eine FIP auslösen kann. Zur Zeit wird kein seriöser Tierarzt oder Züchter, welcher sich mit dem Thema auch gründlich vertraut gemacht hat, diese Impfung anwenden
Anmerkungen:
Zur Zeit und wahrscheinlich noch auf viele Jahre hinaus, wird es sich nicht verhindern lassen, das eine gewisse Anzahl von Katzen an FIP sterben wird. Damit muss jeder Züchter und jeder Katzenhalter leben, denn es gibt nun einmal keine "Herstellergarantie" auf das Leben. Es ist für alle, den Katzenbesitzer, der Züchter und nicht zuletzt auch für die betroffene Katze, sehr tragisch und schlimm, wenn diese an FIP stirbt. Der Tod gehört nun einmal zum Leben dazu, wenn Sie mit diesem Gedanken nicht Leben können, so dürfen Sie sich weder eine Katze anschaffen, noch Katzen züchten.
Diese Seite ist eine kurze Zusammenfassung von vielen wissenschaftlichen Arbeiten und wird ständig auf den neusten Stand gebracht. Sie soll auch dazu dienen, interessierte Personen zu informieren, denn immer noch wird von unseriösen Züchter, oder von Tierärzten welche ihre "Hausaufgaben" nicht regelmäßig machen, ein falschen Bild dieser Krankheit in die Welt gesetzt. - Von Tierärzten, weil sie mit ihrer Praxis genügend Geld verdienen und eine Weiterbildung für unnötig halten und - von Züchter, weil es sich ja interessierten Katzenkäufern gegenüber immer lohnt, Mitkonkurrenten durch Verleumdungen, welche von Laien schwer zu durchschauen sind, "aus dem Feld zu werfen".
Text zur Verfügung gestellt von Gabrielea Kamber, Schweiz.